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Manchmal wachst Du
morgens auf und wünschst Dir, die Nacht wäre noch nicht zu Ende
Du wünschst Dir den Mut, liegen zu bleiben
Und Dich einen Kericht um die Termine des Tages zu scheren.
Letztlich stehst Du aber doch auf
Du gehst in die Küche und kochst Dir einen Kaffee
Lässt das Müsli in eine Schale rieseln und schüttest wie selbstverständlich die Milch drauf
Schaust hinaus in den beginnenden Tag als hinge dort ein Orakel
Und träumst ein bißchen weiter
Das Telefon klingelt
Keine Nummer!
Du lässt es klingeln...
Das Fernsehen ist voll von Horror-News
Dein Kopf hämmert, tausend Themen.. doch noch keine Kraft zum
Denken
Du gehst erstmal ins Bad
Betrachtest Dich im Spiegel und musterst Dich mit kritischem Blick:
"Alles okay?", scheint er zu fragen.
Du schmunzelst Dir zu und wie ein Kind spielst Du mit der Zahnpasta
Duschst viel zu heiß und malst danach Fratzen in den beschlagenen Spiegel.
Mit dem Handtuch umwickelt, fällst Du nochmal auf's Sofa
Und schlürfst genüsslich den fast kalten Kaffee
Dann begibst Du Dich zum Kleiderschrank
Wühlst unentschlossen durch die Fächer
Bist auf der Suche nach dem passenden Outfit für den heutigen Tag.
Gedankenverloren knöpfst Du schließlich das Hemd zu
Und auf die gewohnten Handgriffe konzentriert, ziehst Du Dich an
Danach gehtst Du nochmal ins Bad und richtest die Haare, die letzten Dinge
Du nimmst den Mantel und die Tasche, das Handy
Drehst wie selbstverständlich das Licht aus
Vor der Tür liegt die Zeitung
Du hebst Sie auf und wirfst sie auf den Stapel zu den anderen
Die Tür fällt ins
Schloss und wie ferngesteuert drehen Deine Finger den Schlüssel um
Du betrittst den Fahrstuhl
Frau Meyer steigt eine Etage tiefer dazu.´
"Ist das schon kalt jetzt früh...", plappert sie los und erzählt von ihrer Nichte
Und den Pflanzen auf dem Balkon, die sie abends schon abdeckt und das bald Weihnachten ist
Du nickst zustimmend, um sie nicht zu enttäuschen,
Doch als Du das Haus verlässt, hast Du auch den Inhalt des Gespräches vergessen
"Wo steht das Auto?"
Verdammt! Gestern Abend war die Straße gesperrt...
"Wo ist das dämliche Auto!"
Das Handy klinglelt wieder
Frau Meyer stolpert Dir noch mal vor die Füße
Kinder rennen schreiend über den Bürgersteig.
Du verstehst kein Wort.
Es nieselt!
Aber wenigstens erinnerst Du Dich, wo Dein Auto parkt.
Du nimmst die Spur auf und hältst den Mantel schützend über Kopf und Handy
Am Fenster klebt ein Zettel, dass jemand Dein Auto kaufen will
Du bist schockiert!
Vier Jahre alt und scheinbar nichts mehr wert?!
Oder die haben sich geirrt!
Stecken die das nicht an alle Scheiben?
Während Dein Gesprächspartner immer noch lamentiert
(und bestimmt von Dir am Ende eine Lösung will)
Schaust Du Dich beim Anschnallen um, ob wirklich alle Autos ein Kärtchen haben
Du kannst das nicht so schnell eroieren
Denn die Kinder umstellen Dein Auto und wollen über die Straße
Dein Gesprächspartner ist plötzlich ruhig...
"Ja und nun?!", hörst Du Dich fragen.
Erfahrungsgemäß hat er eine Idee und will nur Dein "go!".
Genauso ist es auch.
Du stimmst ihm zu, ohne eigentlich zu wissen, worum es ging.
EGAL!
Nur endlich ein bißchen Ruhe
Wenig später stehst Du an einer Ampel
Und von Deiner Lieblings-CD läuft gerade Dein Lieblingslied
Du träumst davon, was wohl wäre, wenn Du jetzt einfach in Richtung Süden führest
Du hast alles dabei?!
Den Rest kann man kaufen...
In Deinem Magen kribbelts
Du verlierst Dich in dem Gedanken, abends am Chiemsee zu sitzen
Bei untergehender Sonne mit einem kühlen Bier in der Hand
Herrlich!
Wenig später parkst Du ein,
Nimmst Mantel, Tasche und Handy,
Betrittst das Büro
Und fröhlich rufst Du: "Hallo, was steht an?!"
Keiner ahnt etwas von Deinem verträumten Morgen
Für alle anderen bist Du wie immer
Ein bißchen spät vielleicht
Aber das kommt schon mal vor
Die Situation amüsiert Dich:
Denn manchmal ist alles wie immer
Ohne, dass es wirklich wie immer ist!
Leserpost
Finn Leison hat auf Kontaktanzeigen geantwortet. Was er dabei für kuriose Sachen erlebt hat, lest ihr hier. Viel Spaß!
"Manchmal muss man alles verlieren, bevor man wieder gewinnt." So spricht es der Volksmund locker daher. Ich
hätte nie geglaubt, dass ich es einmal verstehen, über mich sagen könnte, Schlechte Dinge passieren nur anderen. Dagegen glaubt man sich autark. Ja, mal geht es gut, mal
nicht so gut.. doch wirklich was passieren kann Dir nicht. Da biegst Du vorher ab, bekommst die Kurve schon rechtzeitig. Nun gut, rechtzeitig hat schon geklappt, ist richtig, wie immer, bin
schließlich das Stehaufmännchen und so wird es auch diesmal gelingen. Aber ich hätte nie geglaubt, dass man dem Abgrund tatsächlich so nah kommen kann.
Das Gute daran ist, dass man wirklich merkt, wer zu einem hält, auf wen man wirklich setzen kann und wem man vertrauen, Sorgen anvertrauen kann...
I'm back, dear friends... Danke für -eure Geduld und euren Glauben. Ohne Euch hätte ich es wahrscheinlich nicht geschafft... ich liebe Eúch und bin sehr froh, dass mein Leben wieder Sonne
hat...
Wir haben für heute eine Radtour geplant und darum muss ich auch erstmal Schluss machen.
Ich wünsche euch allen ebenfalls ein traumhaftes Wochenende
Bis Bald,
Eure Martha
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