Lieber Freund,
wie Du lesen kannst, ist das, was Dich gerade bedrückt, eine uralte Thematik der Menschheit. Und es ist überhaupt nicht schlimm, ihrem Zweifel zu verfallen. Denn Entscheidungen treffen zu können,
bedeutet stark zu sein; Jedenfalls wenn sie überlegten Handlungen folgen.
Wir glauben immer, dass wir von den Entscheidungen anderer abhängig sind, was solange auch stimmt, bis wir es schaffen, dass sie in unserem Sinne entschieden werden oder wir uns auslösen konnten
und für uns selbst entscheiden. In jedem Fall aber sollte man wissen, wie diese Entscheidung – die Entscheidung für uns selbst - überhaupt auszusehen hätte. Denn wir können nicht erwarten, dass
uns jemand unseren Weg zeigt, so schön das auch wäre.
Und so gibt es nur zwei Richtungen, in die man gehen kann: entweder man stellt sich hinter jemanden, lernt und akzeptiert seine Bedingungen oder man stellt sich daneben und definiert seinen
eigenen Weg. Der Mittelweg bestände im Höchstfall darin, sich innerhalb gängiger Strukturen einen Freiraum für die eigene Richtung zu schaffen. Doch findet man diese Lücke oder stillgelegten
Pfade wieder nur dann, wenn man die Wegrichtungen der anderen kennt…
Solange du aber nicht weißt, wohin dein Weg dich führen soll und was du überhaupt tun willst, solltest du eine Strategie entwickeln, die dir erstmal eine Verschnaufpause sichert. Danach kannst du
dann deine Sinne schärfen und dich auf einen neuen Weg machen.
Die vorhandenen Wege kennst Du und auch die Stolpersteine. Du weißt auch ob deiner Intensionen in bestimmten Momenten. Aber hattest Du wirklich eine Strategie? Wenn ja, umso besser. Du bist als
'Schütze' doch durchaus in der Lage, Dich ihrer "Waffen" anzunehmen und ebenbürtig zu kämpfen.
Weißt Du, wie viele deiner (Ex-)Kollegen Dir den Erfolg nicht gönnen und Dich fallen sehen wollen? Und Du willst stillhalten und zusehen, wie sie Recht behalten und sich an Deinem Leid
ergötzen?
STEH AUF UND KÄMPFE!
Dann kannst Du auch verlieren, aber es ist ein ganz anderes Gefühl...
Was manchmal wie eine Unterwerfung aussieht, ist in Wirklichkeit überhaupt keine.
Es geht um das, was in unseren Herzen geschieht, darum,
dass wir den Weg des Lebens klar erkennen, ihn akzeptieren und ihm treu bleiben,
wie stark der Schmerz auch sein mag.
Denn der Schmerz ist viel, viel größer, wenn man sich selbst untreu wird.
- Nicholas Evans -
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