Dienstag, 22. juli 2008

Wenn du im Trüben fischt
Und es tropft in dein Gemüt
Wenn alle Geheimnisse verraten sind
Und du dich verloren fühlst

Ich dreh mich um Dich
Ich dreh mich um Dich
Stell mich vor den bösen Blick
Deine Tränen werde ich übernehmen
Alle Qualen und alle Folter überstehen
Auch wenn du greinst, du dich kasteist
Auch wenn du haderst, du dich zerreißt
Wenn sich alles verdunkelt
Bring ich dich durch die Nacht

Wenn der Kompass nur Himmel und Hölle zeigt
Und deine Sinne verschwimmen
Wenn du dir nicht vergeben kannst
Und keiner deine Feuer löscht

Ich dreh mich um dich
Ich dreh mich um dich
Stell mich vor den bösen Blick
Deine Tränen werde ich übernehmen
Alle Qualen und alle Folter überstehen
Auch wenn du greinst, du dich kasteist
Auch wenn du haderst, du dich zerreißt
Wenn du völlig verzweifelst
Geh ich neben dir

Was keiner weiß,
find ich für dich raus
Aus jedem Labyrinth
Und jeder Erpressung löse ich dich aus
Beseitige jeden Fluch
Lots dich durchs tiefste Tal
Schneid dich vom Marterpfahl
Schneid dich vom Marterpfahl

Ich dreh mich um dich
Ich dreh mich um dich
Stell mich vor den bösen Blick
Deine Tränen werde ich übernehmen
Alle Qualen und alle Folter überstehen
Auch wenn du greinst, du dich kasteist
Auch wenn du haderst, du dich zerreißt
Wenn sich alles verdunkelt
Bring ich dich durch die Nacht

Herbert Grönemeyer - aus dem Album: Bleibt alles anders (1998)

 

 

von Martha Sommerfeld veröffentlicht in: Gedichte
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Mittwoch, 9. juli 2008
             Fahre nie schneller,
             als Dein Schutzengel fliegen kann!
             denkt sie oft,
             wenn sie fortgeht

              Und sie fährt
              meistens schnell,
              doch sie bremst auch -
              es nieselt!...

              Der Regen wird stärker!
              Anhalten?
              Nein!
              Ich will doch bis...?
              in Irgendwo sein!

              Der Kopf ist schwer
              von tausend Gedanken
              doch nicht einer
              mehr
                                           gilt dem Verkehr!

                                           Die Straße schwimmt
                                           das Heck entrinnt
                                           Lenke entgegen
                                           kann nichts bewegen
                                           Es kracht rechts
                                           Schub hinüber
                                           Aufprall links
                                           Rutsche - Bete -
   
                                           Ruhe!
                                           Stehe!

                                           Lebe!
                                           Was ist passiert?
                                           Wie konnte mir...?

                                           Zittern
                                           Schock
                                           Übel
                                           Tränen
                                           Wie kann etwas
                                           Sekunden so lähmen?

                                           Regen
                                           trommelt auf das Dach.
                                           Plötzlich
                                           bin ich wieder wach.

                                           Ich lebe!...

                                           Meine Lieben,
                                           gar nichts ist passiert.
                                           Ich habe nur den Preis
                                           des Funktionierens kassiert!

                                            Wie unwesentlich
                                            ist der Gedanke an's Blech
                                            Ab sofort,
                                            das schwöre ich,                                      
                                            bewahre ich mir eine Schranke!

                                            und sag ganz laut
                                            zu meinem Schutzengel:
                                            DANKE!!!


                                            Martha Sommerfeld
                                            (In tiefer Liebe: Für meinen Dad!)
                                          
                                          











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Mittwoch, 2. juli 2008
Glühwürmchen tanzen über'm Feld
irgendwo fern ein Hund  der bellt

Ich liege im Gras
und seh in die Sterne

am Wegesrand schimmert matt eine Laterne

Ruhe!
Endlos viel davon...
Kein Tatütata

hämmert über den Beton

Ich denke nichts
und doch so Vieles
denk an dies
oder das
oder Dich?
ich weiß es nicht!

Solange Du nicht fragst:
Könnte ich's sein?
Weiß ich nur eins -
Dies' Leben - das ist Mein!

Mar-S.
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Dienstag, 24. juni 2008
Liebe Freunde,
ich bin verliebt
und das ist das Schönste
was es gibt.

Die Welt ist bunter,
der Himmel blauer,
die Sonne  wärmer,
das Leben schöner.

Mancher Gedanke:
"Wieso  ich?"
Dann drehe ich mich um
und frag: "Wieso nicht!?"

Wenn' wahr,
dass man bekommt stets
was man gibt,
dann wird der Liebende
geliebt...

Drum, liebe Freunde,
ich nehms gelassen
ich kann die Liebe
einfach nicht hassen.

Das Leben nimmt,
das Leben gibt.
Doch schön ist's zu wissen:
Ich werde geliebt!

Mar-S.



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Mittwoch, 11. juni 2008
Ich fühlte viel
und gab Dir, was ich fühlte.

Du nahmst - was kam
und fühltest nur die Hälfte.

Lust?
Hoffnung?
Liebe?
Sehnsucht?

Leidenschaft?
Angst?
Verzweiflung?
Zorn?

Als wahre Gründe
brannten sich
die Fragen
wie ein Dorn
in die Mitte unsrer Herzen.

Wir lenkten
fortan
unsre Schritte
nun
dem Abgrund zu.

Gesprungen aber
bist zuletzt
nicht nur Du...

Mar-S.
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Sonntag, 25. mai 2008
    Ein neuer Tag wurde geboren;
    Zeit gewonnen,
    nicht verloren

    Meterhoch die Wellen schlagen
    Schaumkronen in ihren Spitzen tragen

    Kraftvoll tosende Gischt,
    wenn sich die Welle am Ufer bricht.


Gedanken - weit auf's Meer hinausgetragen,
nur Einen möcht' ich Dir unbedingt sagen:
Ich liebe Dich!

Halte tief in meinem Herzen verborgen
das Erwachen mit Dir
an jenem Morgen...

Mar-S.

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Montag, 19. mai 2008
Ich lag am Boden, reglos, matt,
als Du mich aufgesammelt
wie ein Blatt.

Ich weckte meinen Mut und fragte:
"Was willst Du mit mir - bitte - sprich!?"
"Sorry, aber das weiß ich noch nicht..."

Das ist nun viele Tage her,
manch Sommer ist ins Land gegangen.
Das Gestern liegt stets hinter uns,
Das Morgen ist verschwommen.

Doch Hoffnung setzte neue Saat
des Glaubens in unsre Herzen.
Und so lassen wir einander los
und wachsen immer fester zusammen.


Mar-S.
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Donnerstag, 20. märz 2008

xweisrosen_l.jpg

 

Die linden Lüfte sind erwacht,
Sie säuseln und weben Tag und Nacht,
Sie schaffen an allen Enden.
O frischer Duft, o neuer Klang!
Nun, armes Herze, sei nicht bang!
Nun muß sich alles, alles wenden.

Die Welt wird schöner mit jedem Tag.
Man weiß nicht, was noch werden mag.
Das Blühen will nicht enden
Es blüht das fernste, tiefste, Tal:
Nun, armes Herz, vergiß der Qual!
Nun muss sich alles, alles wenden.




Ludwig Uhland (1787-1862)

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Dienstag, 11. märz 2008

Der Benedicht -
Der Benedicht,
det iss'n wirklich dumma Wicht!
War lange Zeit nie richtig fleißig,
zuweilen issa Ende Dreißig.

Und so fäng'ta mal an
tut, wat'ta kann;
doch wie'at nu kricht
- sein Jeld dafür -
dit weß'a nicht,
der Benedicht.

Nu schaut'ta links,
och schaut'ta rechts,
doch weit un breit,
da fünd'ta nüscht.
nee! - nirjendwo -
det, weß' a schon,
is wat zu hol'n.

Drum kick'ta nu uff Lena hin;
sie stets zu  lieb'n war mal sein Sinn,
doch wollt'sen nicht, den Benedicht;
passt leida nicht!

'Ach weß'te, lieba Benedicht,
bei mir? - da finst' de wirklich nüscht!'
So spricht's de Lena leicht dahin;
als er't vasucht und leise flucht.

Und wieda kickt'ta...
erst links - denn rechts,
doch wat'ta och macht,
it ändatt ja nüscht.

So jeht'ta denn los,
Lieb hin, Leid her,
zum Jeldeintreiber
- Du liebe Not -
und zieht offne Posten
für ihn - dunkelrot!

Doch ob'bat nu kricht
oda och nicht? -
Dit merkt'ta jetzt,
weß'a imma noch nich.

Denn eene wie Lena iss'it och leide
zu jeb'n, wat se hat,
wenn seine Weide
nicht det herjibt,
wat'ta sich erhofft,

un nich nur klopft
sondan gleich mit Bescheide
melken möchte - nu uff ihre Weide...
'Nee, nee, mein lieba Herr, schau hin,
inde Hühna sind wirklich keene Eia drin',
so spricht's de Lena zum Vollzieha.

und denkt:
'Dieee Viecha melk ick selba!'
und so wird set och tun,
wat soll' se och mach'n?
Schon lange is ihr nich mehr zum Lachen.
'Noch selten jehalt'n
hat'n Herr sein Versprechn!'

Und se grinst in sich rinn -
als er nu  jeht,
der nette Beamte -
mit det leere Pamphl
et;

und se denkt für eene Sekunde lang -
an Benedicht!
Denn wat er nu macht,
det weß'se nicht -
Doch wird'sen sicha übaleb'n' 
und er jeht wahscheinlich
uff pump een heb'n.

Drum lern die Moral von der Jeschicht:
- mein lieba Benedicht!? -

Lass von de Henne,
wenn'det Wissen Dir Hähne vaspricht!
oda och:
der eene kann'it, der andre nicht!



- Martha Sommerfeld -

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Mittwoch, 20. februar 2008
Ich möchte für immer empfinden...

Mit dir geboren worden zu sein
Aus der Unendlichkeit des Seins

In eine Welt der Vergeistigung des Staubesschmetterling.gif

Mit dir gewachsen zu sein
Aus der Unschuld der kindlichen Neugierde
In die Tiefe des menschlichen Strebens

Mit dir gereift zu sein
Aus der unbändigen Kraft des Suchens
In das beglückende Gefühl der Gemeinsamkeit

Mit dir Früchte des Lebens zu ernten
Aus dem Wunsch das Leben zu beschützen
In die Sicherheit das Leben zu erhalten

Mit dir zu leben
Aus dem Gefühl einer tiefen Dankbarkeit
In die Ewigkeit um zu Staub zu werden

Für immer...  


*Verfasser leider unbekannt*
von Martha Sommerfeld veröffentlicht in: Gedichte Community: Gedichte
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