Wenn du im Trüben fischt
Und es tropft in dein Gemüt
Wenn alle Geheimnisse verraten sind
Und du dich verloren fühlst
Ich dreh mich um Dich
Ich dreh mich um Dich
Stell mich vor den bösen Blick
Deine Tränen werde ich übernehmen
Alle Qualen und alle Folter überstehen
Auch wenn du greinst, du dich kasteist
Auch wenn du haderst, du dich zerreißt
Wenn sich alles verdunkelt
Bring ich dich durch die Nacht
Wenn der Kompass nur Himmel und Hölle zeigt
Und deine Sinne verschwimmen
Wenn du dir nicht vergeben kannst
Und keiner deine Feuer löscht
Ich dreh mich um dich
Ich dreh mich um dich
Stell mich vor den bösen Blick
Deine Tränen werde ich übernehmen
Alle Qualen und alle Folter überstehen
Auch wenn du greinst, du dich kasteist
Auch wenn du haderst, du dich zerreißt
Wenn du völlig verzweifelst
Geh ich neben dir
Was keiner weiß,
find ich für dich raus
Aus jedem Labyrinth
Und jeder Erpressung löse ich dich aus
Beseitige jeden Fluch
Lots dich durchs tiefste Tal
Schneid dich vom Marterpfahl
Schneid dich vom Marterpfahl
Ich dreh mich um dich
Ich dreh mich um dich
Stell mich vor den bösen Blick
Deine Tränen werde ich übernehmen
Alle Qualen und alle Folter überstehen
Auch wenn du greinst, du dich kasteist
Auch wenn du haderst, du dich zerreißt
Wenn sich alles verdunkelt
Bring ich dich durch die Nacht
Herbert Grönemeyer - aus dem Album:
Bleibt alles anders (1998)
von Martha Sommerfeld
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Gedichte
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Donnerstag, 20. märz 2008
Die linden Lüfte sind erwacht,
Sie säuseln und weben Tag und Nacht,
Sie schaffen an allen Enden.
O frischer Duft, o neuer Klang!
Nun, armes Herze, sei nicht bang!
Nun muß sich alles, alles
wenden.
Die Welt wird schöner mit jedem Tag.
Man weiß nicht, was noch werden
mag.
Das Blühen will nicht enden
Es blüht das fernste, tiefste, Tal:
Nun, armes Herz, vergiß der Qual!
Nun muss sich alles, alles wenden.
Ludwig Uhland (1787-1862)
von Martha Sommerfeld
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Gedichte
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Der Benedicht -
Der Benedicht,
det iss'n wirklich dumma Wicht!
War lange Zeit nie richtig fleißig,
zuweilen issa Ende Dreißig.
Und so fäng'ta mal an
tut, wat'ta kann;
doch wie'at nu kricht
- sein Jeld dafür -
dit weß'a nicht,
der Benedicht.
Nu schaut'ta links,
och schaut'ta rechts,
doch weit un breit,
da fünd'ta nüscht.
nee! - nirjendwo -
det, weß' a schon,
is wat zu hol'n.
Drum kick'ta nu uff Lena hin;
sie stets zu lieb'n war mal sein Sinn,
doch wollt'sen nicht, den Benedicht;
passt leida nicht!
'Ach weß'te, lieba Benedicht,
bei mir? - da finst' de wirklich nüscht!'
So spricht's de Lena leicht dahin;
als er't vasucht und leise flucht.
Und wieda kickt'ta...
erst links - denn rechts,
doch wat'ta och macht,
it ändatt ja nüscht.
So jeht'ta denn los,
Lieb hin, Leid her,
zum Jeldeintreiber
- Du liebe Not -
und zieht offne Posten
für ihn - dunkelrot!
Doch ob'bat nu kricht
oda och nicht? -
Dit merkt'ta jetzt,
weß'a imma noch nich.
Denn eene wie Lena iss'it och leide
zu jeb'n, wat se hat,
wenn seine Weide
nicht det herjibt,
wat'ta sich erhofft,
un nich nur klopft
sondan gleich mit Bescheide
melken möchte - nu uff ihre Weide...
'Nee, nee, mein lieba Herr, schau hin,
inde Hühna sind wirklich keene Eia drin',
so spricht's de Lena zum Vollzieha.
und denkt:
'Dieee Viecha melk ick selba!'
und so wird set och tun,
wat soll' se och mach'n?
Schon lange is ihr nich mehr zum Lachen.
'Noch selten jehalt'n
hat'n Herr sein Versprechn!'
Und se grinst in sich rinn -
als er nu jeht,
der nette Beamte -
mit det leere Pamphlet;
und se denkt für eene Sekunde lang -
an Benedicht!
Denn wat er nu macht,
det weß'se nicht -
Doch wird'sen sicha übaleb'n'
und er jeht wahscheinlich
uff pump een heb'n.
Drum lern die Moral von der Jeschicht:
- mein lieba Benedicht!? -
Lass von de Henne,
wenn'det Wissen Dir Hähne vaspricht!
oda och:
der eene kann'it, der andre nicht!
- Martha Sommerfeld -
von Martha Sommerfeld
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Mittwoch, 20. februar 2008
Ich möchte für immer empfinden...
Mit dir geboren worden zu sein
Aus der Unendlichkeit des Seins
In eine Welt der Vergeistigung des
Staubes
Mit dir gewachsen zu sein
Aus der Unschuld der kindlichen Neugierde
In die Tiefe des menschlichen Strebens
Mit dir gereift zu sein
Aus der unbändigen Kraft des Suchens
In das beglückende Gefühl der Gemeinsamkeit
Mit dir Früchte des Lebens zu ernten
Aus dem Wunsch das Leben zu beschützen
In die Sicherheit das Leben zu erhalten
Mit dir zu leben
Aus dem Gefühl einer tiefen Dankbarkeit
In die Ewigkeit um zu Staub zu werden
Für immer...
*Verfasser leider unbekannt*
von Martha Sommerfeld
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